Einst ein wichtiger Vorposten für die Schifffahrt im Mittelmeer, ist die östlichste Insel der Balearen heute ein ruhiges und eher verschlafenes Fleckchen Land. Längs geteilt in die nördliche Tramuntana und das südliche Migjorn.
Seine bewegte Geschichte hat Menorca geprägt, was bis zum heutigen Tag vielerorts sichtbar ist. In Mahón, der Hauptstadt, sind die Spuren britischer Kolonialzeit an Gebäuden und Plätzen zu finden. Ciutadella, das Gegenstück an der Westküste, ist dagegen von den Mauren geprägt. Die Sehenswürdigkeiten dazwischen sind noch viel älter: zahlreich und gut erhalten sind Fundstätten der jungsteinzeitlichen Talaiot-Kultur. Weil touristisch lange unbedeutend, stehen grosse Gebiete der Insel unter Naturschutz, Wanderferien sind entsprechend beliebt. Während die Südküste mit langen Stränden und sanften Wellen zu Badeferien einlädt und vor allem Familien anzieht, ist die Nordküste, windig und eher schroff, ein Geheimtipp für Windsurfer und Wellenreiter. Den Eintopf «Caldereta de Langosta» in Fornells soll König Juan Carlos einst als das Beste bezeichnet haben, das er je gegessen habe.